Dienstag, 14. Dezember 2010

Götterdämmerung

Und ein einsamer Gott
Fällt lachend aus dem Himmel
Prallt auf der Erde auf,
Auf der schon lange kein Platz mehr für ihn ist.

Grau ist es geworden in den Tagen dieser Zeit.
Wie weit ist der Weg, den ich gehe
Ich weiß es nicht
Schlafend, wachend, und irgendwo dazwischen
Im Nichts

Finde ich den Sinn?
Falle auch ich aus allen Wolken
Nach unendlich endlicher Zeit
Und pralle dann in einer anderen Welt auf
Die ich vor so langer Ewigkeit erschuf?
Erschuf und dann vergas…
Und von der Ich vergessen wurde.

Und so fällt ein jeder
Einsam wie ein Gott aus dem Himmel
Und kann sich freuen
Erlöst zu sein.

Montag, 6. Dezember 2010

Fiskarens Fiende

Ich hörte ein Lied aus der Tiefe
Während die Wellen schlagen, so hoch
Gischt, weinend wie eine Frau
Mit dem Tod von Kindern auf dem Rücken

Das Meer gibt keine Heilung
Es singt mit kalten Winden

Totes Meer, Wellen wie Blut
und kein einsamer Gott wird Ihnen helfen,
Totes Meer, Blutwellen
In der Nacht fahren sie aus

Wir erheben uns in der Nacht
Sing alten Lieder
Das Meer gibt keine Heilung
Es singt mit kalten Winden

Des Fischers Feind!

Dienstag, 23. November 2010

ein normaler Arbeitstag.

L:"JUbiiooooooooo!"
ich beuge mich zu ihr runter, um ihre kleinen zähnchen aus meiner hand zu befreien. L lacht und spuckt nach mir. mit mühe und not weiche ich den Sockenflusen aus, die eben noch in ihrem Mund steckten.
Unterdess krabbelt I. wie eine kleine ratte um meine Beine herrum, macht geräusche wie ein Fotoaperat und obendrein meine Schnürsenkel auf.
Aus dem Nebenzimmer höre ich laute schreie, bestimmt Polizei, der Mann vom Notruf oder sonst ein Spiel, denk ich mir. Der blick auf die Uhr zeigt mir, dass ich noch sechs Stunden vor mir habe. grade in diesem Moment eine niederschmetternde Zeit.
Es kocht, kocht, kocht, kocht über :"HIMMEL ARSCH UND ZWIRN! JETZT SEID ALLE LEIDSE; GEHT AUF EURE PLÄTZE UND MALT ETWAS!" - F. fängt an zu weinen... Ich denke mir, dass ich das wieder super hinbekommen habe, jetzt muss ich die kleine Rotznase auch noch Trösten.

Ein ganz normaler Ausschnitt aus einem ganz normalen Tag mit meinen Lieben.

Sonntag, 21. November 2010

Was du brauchst

Du bist kalt
Halt dich so
Halt dich grade
Halt dich fest

Halt dich fest
an dir

Halt dich fest, an dem was du bist
Halt dich fest, an deiner Zukunft.

Was du brauchst ist nicht
Ein weißes gewissen
Was du brauchst
Ist ein Tier in deinem Kopf
Das schreit und tobt
Fasse es am Schopf
Enthaupte es, dein Kopf ist dein!
Schlafe ohne rast
Tauche in im Schein,
Der aus dem leben sich ergießt


…Und dich nicht schlafen lässt

Was du brauchst
Ist deine Kälte.

Freitag, 5. November 2010

lebeindig

Eindlich ein Post, der den namen des Blogs trägt.

Heute fühlte ich mich lebeindig.
10 Sekunden. als mir der Wind,
Wind durch das Gesicht streifte,
Als mir alles furchtbar egal war, fühlte ich mich lebendig.
niemand außer mir war da, Ich, der Mond, der Wind.
Der Mond, den ich hasse. was ich tue, ist egal. ich bin bald verschwunden.
Nur der Mond wird ewig weiter am Himmel grinsend und leuchtend sein, selbst wenn alle die ich kenne und liebe vergangen sind. der Mond ist da, ist da.
Ich bin nie da, wenn ich es will. der Mond..
Schrecklicher Trabant der Menscheit, des Planeten.
den wir fühlen uns so, und führen uns auf, als wäre es unser Planet!
Niemandem außer sich selbst gehört er.
10 Sekunden.

Sonntag, 24. Oktober 2010

Wundertod



wie wunderbar erscheint
was man nie war,
Licht, das man nie sah
Gefühl, noch nie zuvor gespührt,
ein Wunder, ein Wunder
EIN WUNDER.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Und du gehst

Und du gehst
Und du suchst
Und finden tust du mich

Doch gesucht
Habe ich auch – doch finden tat ich nichts

Du fragst wieso – Dieselbe Frage quält mich auch
Ich erinner mich an die Zeit
Eine Zeit als wir nicht
Einander sahen

Wie jetzt

Verhasster Mensch, Sinnloses Individuum
Bleib Allein, für immer
Ich bleib es auch

Ich rufe dich an, wenn ich dich brauch
Ich rufe dich an, nie

Du, auf der Suche
Auf der Suche nach
Nichts
Nichts, was du nicht schon hast,
dem, was es nicht gibt

Außer in Träumen
Und in Wünschen
Nirgendwo
Und Überall

Einkauf

EINkaufsliste,
EINfach so.
ZWEImal Liebe, ZWEImal Toast.
DRITTens etwas Schmerz, denn ohne den
wäre
VIERtens Leben nicht so schön.

Samstag, 28. August 2010

Fall der Götter


„Blind bin ich, so ist es Bestimmung. Durchlaufe die Welt allein, ohne Licht. Messen werde ich jeden an seinem Handeln, vor mir ist ein jeder Gleich.“

„Zu bedauern bin ich. Mich plagen die Träume der Sterbenden, jede Nacht. Ich komme nicht dazu, zu ruhen. Immer wieder werde ich selbst in diesen endlos erscheinenden Träumen verstümmelt, getötet. Das Licht, gebrandmarkt durch den Traum, jede Nacht.“

„Er schafft es nicht. Die Träume holen ihn ein. Ich werde mich aufmachen, ein jedes Geschöpf zu testen um ihnen das Gelöbnis abzuringen, ihm keinen Schaden zu zufügen.“

„Maßloses Göttergeschlecht. Hass. Die eine Pflanze werde ich ihm geben, sie auf des Lichtes Sohn zu werfen. Sie wird ihn durchbohren, so dem Wahn Einhalt gebieten; die Strafe wird schrecklich sein.. “

„Gerächt sei er, mein Bruder. Getötet sei die Dunkelheit, gebunden durch meine Hand. Schatten, stirb. Mörder der Sonne.“

Freitag, 20. August 2010

ich sitze und
betrachte die verzerrte Spiegelung
in der Fensterscheibe
die sich mir
von mir selbst zeigt.
zuviel verstaubtes Blut
rinnt durch meine Adern,
zuviel versteinertes Blut durch meine Venen.
Schlaf, ich brauche Schlaf.
Linderung, Heilung, Liebkosung, Liebe.
Mein Körper erschenit mir einer Ruine nicht unähnlich.

Mittwoch, 16. Juni 2010

an die Jungs

Sonnenstrahlen. Der Wind treibt Fetzten eines lachens zu mir.
Ankunft, Begrüßung.
Kaltes Bier... Freunde, liegend auf der Wiese.
Tage wie der heutige zeigen einem, wie gut es ist..
nein, wie lohnenswert es ist, zu leben.
Tage wie der Heutige sind wie eine Reperatur der
Träume, die im Kampf mit der Wirklichkeit kaputt gingen.
Viel zu oft zahlen wir kleine Reperaturen der Wirklichkeit mit unseren Träumen;
die Wiederherstellung der letzten verbliebenen Träume in der Leere
sind Produnkt eines solchen Tages.
Sommer.

Freitag, 28. Mai 2010

Der ohne Hoffnung


Er läuft durch dreckige Straßen.
Abschaum, menschenähnlicher Unrat besudelt Ihn,
seinen Weißen Körper.
Der Hoffnungslose setzt sich.
Tand. Ihr alle seid Tand, denkt mir.
Ihr Menschen seht schön aus, doch seid von innen leer.
Habt keinen nutzen.

Er stellt keine Forderungen an die Zukunft, er nimmt die Realität, wie sie ist.
Er lief zu lange durch dreckige Straßen, unentdeckt zwischen Menschen,
denen er so ähnlich zu sein scheint.
Ein junges Mädchen läuft auf Ihn zu.
ohne sich zu bewegen hebt der ohne Hoffnung die Hand.
Das Mädchen steht, schreit, stirbt.

Er erhebt sich.
läuft weiter, unerkannt unter den Menschen, die er so verabscheut
durch die Jahrhunderte allein.
Ohne Aufgabe, ohne Sinn, ohne Ziel.

Dienstag, 20. April 2010

Titel-los

Kaltes Licht - Steige empor
Scheine aus meinen Händen
Blende meine Augen

Gib mir zurück, was ich verlor
Kannst mein Leben vielleicht wenden
Lass mich flehen, lass mich glauben


Warmer Schatten, hüll’ mich ein,
Lass mich vergessen -
Was gewesen seien wird

Ich gehör dir ganz allein,
Bin von dir besessen
Mein Dasein, den Sinn verliert

Samstag, 3. April 2010

"uhh!"

Vielleicht kennt Ihr es. Ich bekomme es, wenn ich sehr traurig bin.
Dieses Gefühl, dass die ganze Welt um euch herum riesig und bunt,
und euch klein und grau erscheinen lässt.
ich mache dann ein Geräusch, ein verrücktes Geräusch, um mir zu zeigen,
dass ich auch groß und bunt bin :"uhh!"

Ich - Du

Ich bin die Freude, die dich verschmäht,
Ich bin das Leben, welches dir vergeht,
Ich bin das Erstaunen, das dich belebt,
Ich bin der Hass, der dich in Dummheit begeht.

Kennst du mich nicht?
Kennst du mich immernoch nicht?


Ich bin du.

Mittwoch, 10. März 2010

liegen bleiben

Menschen kreuzen meinen Weg,
Obwohl ein jeder steht
Still.
Keine Bewegung,
Keine Belebung der Toten.

Ich frage mich ob ich wach bin
Oder ob ich träume
Ob ich stehe oder gehe,
Durch belebte Räume

Ich sehe wie alle,
Wenn ich zu Boden falle,
Sich dann von mir weg drehn,
Sich Umsehn,
Heiter von hier fort gehn.

Ich bleibe liegen
Betrachte weiße Wolken
Am Himmel fliegen
Sie vorbei

Ich bin dabei
Damit es so sei
Dass ich werden kann
Was es so noch nie gab

Weil ein teil von mir lag
Nicht bloß rum und hat
in den Himmel geguckt,
hat vom Leben gegessen, wurde schnell satt.

Mittwoch, 3. März 2010

Wirsche gedanken am Abend

Viel zu oft wohne ich in dir
Wie ein parasitäres Tier
So lebt nun eins für zwei
Hochmut macht selten frei.

Wärst du mal so klein, wie ich es nie war
So wär ich nicht so rau sondern glatt,
Am Träume Baum, der aus dir wächst
Ein einzelnes Eichenblatt

Ich bin hier und doch nicht da
Du bist da und doch nicht hier
Meine Liebe nah bei mir

Sehend in derer Blinden Schar,
Bestehend aus mindestens vier
Bleiben wir einfach hier

Montag, 1. März 2010

Café

Schwarz sind deine Augen,
Grau die Asche der Zigarette in meiner Hand
Ich frage mich, wo ich dich fand.
Du sagst, Ich soll dir glauben,

...Es war am Strand.

Die Sonne schien und Möwen in der Luft,
Zusammen mit salzigem Meeresduft.
Es war alles so warm und hell
Die Zeit verging so rasend schnell.

In dem café in dem wir sitzen
Erinnert nichts an diese Zeit.
Sie fragt mich: "Bist du bereit?"
Ich denke mir "wie kann ichs sein.."

Zu dunkel ists nun, im Licht dieser Tage
Die Ohnmacht des Lebens,
Schmerz in meiner Brust.


Ich zahle, ziehe meinen Mantel an und geh
Tief in mir bin ich schon weg, zurück an der See.

Reise

Ich stelle mir vor, jedes Leben ist wie eine Schneekugel. Und die Welt ist ein Raum, der voll gestellt mit diesen Schneekugeln ist. Es sind Millionen von Regalen mit Milliarden von Schneekugeln voll gestellt. wenn nun eine dieser Schneekugeln von einer anderen verdrängt wird, fällt sie zu Boden, zerbricht, das Leben endet. Sie sind schön anzugucken, diese Schneekugeln. Aber im grunde doch nur Staubfänger... kleine, runde, gläserne Staubfänger.

Manchmal fühle ich mich, als ob meine Kugel einen Riss hätte, durch den beständig Wasser und kleine Plastik-Schneeflocken tropfen. Mein Schneekugel-häuschen liegt verlassen mitten in der Einöde. niemand kümmert sich um es.

Ich wäre dafür zuständig, doch es ist mir egal, und so verfällt es langsam.

Wenn Freunde zu besuch kommen, ist kurzzeitig der Glanz vergangener Zeiten in dem Haus zu sehen, man kann ahnen, was für ein Palast es einst war. Doch diese Besuche sind kurz, und von daher gibt es nichts, was die Hütte, die einst ein Palast war,

wieder zu ihrer alten Herrlichkeit aufbauen kann.

Ich sitze am Fenster meines Schneekugel-hüttchens und denke an vergangene Tage.

Ich erschlage im schwarzen Turm die Bestie, rette die Prinzessin, reite mit ihr auf meinem Zauberpferd davon, in den Sonnenuntergang.

Ich werfe meine Waffen davon, sie werden nicht mehr gebraucht. Der Weg, den ich nun gehe, bedarf ihrerer nicht. Das Pferd galopiert. Ich blicke in den Himmel und sehe einen Raben weit über mir fliegen.

Aasvogel. Er weiß, wo er beute machen wird. Ich werfe die Prinzessin ab. sie schreit, ich reite. Die Landschaft verändert sich, eben noch in einem dunklen Wald, finde ich mich nun in einer Wüste wieder. Ich werfe die Prinzessin ab. sie schreit, ich reite. Ich muss dem Raben einen Tribut zollen, sonst werde ich sterben, denke ich.

Am Horizont hebt sich ein dunkles Kliff von der restlichen Einöde ab. Das ziel ist nah.

ich reite schneller, erreiche den Fuß des Berges. ein ausgetretener Pfad führt gewunden zu der Spitze des Felsens. Dort oben wird es sein. ich steige ab, blicke in die schwarzen Augen meines Pferdes. es sieht erschöpft aus. der Pfand sieht trostlos aus, denke ich mir als ich los gehe.

Ich drehe mich um, doch von dem Pferd ist nicht mehr da, als ein weißes Skelett. Nur noch ich bin übrig. Soviel zeit ist vergangen, an mir ist sie spurlos vorüber gezogen.

Schatten umfängt mich, als ich beginne zu laufen. auf der Spitze des Berges thront ein gewaltiger Palast. Der Eingang steht offen, modrige Luft weht aus dem inneren.

Ich trete ein. Hierbleibe ich, denke ich mir und lege mich in das gewaltige Bett. Dunkelheit umschließt meinen Geist.

Ich lächele, obgleich dies die einzige schöne Erinnerung ist, die ich in meiner Hütte habe.

Doch muss ich nun fort, am Ende des Pfades wartet mein Pferd auf mich. "Müsstest du nicht eigentlich zu staub zerfallen sein?" flüstere ich ihm ins Ohr. Es wiehert. Ich steige auf und reite, reite. Ein tag vergeht, eine Nacht, ein Monat, ein Jahr, ein Jahrhundert.

Da stoße ich auf etwas, das ich noch nie gesehen habe: eine durchsichtige Scheibe durchschneidet das Land, hinter ihr liegt Finsternis.

das Pferd galoppiert darauf zu, es weiß, das dies das Ende der Reise ist.

Wir prallen gegen die Scheibe...

Die Schneekugel in Regal 137a523, Fach 7456 kippt, fällt und zersplittert auf dem Boden.